Kochkurse · Basis

Italienisch kochen
ab 500 € Grundpreis + 99 € pro Person

Vier Stunden am Herd, dann wird gegessen — Pastateig, Formen ohne Maschine und ein Sugo, das Zeit bekommt.

4 StundenDauer
max 10 PersonenGruppe
SchmachtenhagenRestaurant Landgut Maisto
Basis

Das lernst du.

Warum von Hand und nicht mit der Maschine

Eine Nudelmaschine walzt den Teig gleichmäßig, das stimmt. Aber sie nimmt auch eine Entscheidung ab, die eigentlich zum Kochen gehört: zu spüren, wann ein Teig fertig geknetet ist. Von Hand merkt man den Unterschied zwischen einem Teig, der noch klebt, und einem, der glatt und elastisch ist, an den Fingern — nicht an einer Einstellung. Genau dieses Gefühl ist das eigentliche Ziel des Kurses. Wer es einmal in den Händen hatte, findet es zuhause wieder, auch ohne Maschine.

Der Grundteig ist einfach: Hartweizengrieß oder 00-Mehl, Ei, eine Prise Salz. Kein Wasser, wenn genug Ei im Spiel ist — Wasser macht den Teig weicher, aber auch weniger belastbar beim Formen. Zehn Minuten kneten, bis die Oberfläche glatt wird, dann mindestens 30 Minuten Ruhe unter einer Schüssel oder Folie. Diese Ruhezeit ist kein Leerlauf, sie entspannt das Klebergerüst im Mehl, ohne die würde der Teig beim Ausrollen ständig zurückspringen.

Formen ohne Maschine: drei Techniken, ein Nachmittag

Tagliatelle entstehen, wenn der Teig dünn genug ausgerollt und dann locker aufgerollt wird, bevor man ihn in Streifen schneidet. Der Fehler, den fast jeder am Anfang macht: zu fest aufrollen, dann kleben die Streifen beim Aufwickeln zusammen. Etwas Grieß auf der Fläche verhindert das.

Orecchiette werden nicht ausgerollt, sondern aus kleinen Teigstücken mit dem Daumen oder einem Messerrücken geformt — die charakteristische Mulde entsteht durch Druck und eine kurze Drehbewegung, nicht durch Ziehen. Das braucht ein paar Versuche, bis der Handgriff sitzt, dafür ist genug Zeit eingeplant.

Ravioli verlangen den dünnsten Teig von allen drei Formen, weil zwei Lagen aufeinanderliegen. Die Füllung darf nicht zu feucht sein, sonst weicht der Teig beim Verschließen auf und reißt beim Kochen. Wir zeigen, wie viel Füllung pro Ravioli realistisch ist — meistens weniger, als man denkt.

Der Sugo: warum Geduld die Hauptzutat ist

Ein guter Sugo entsteht nicht in 20 Minuten, egal was schnelle Rezepte behaupten. Zwiebeln und Gemüse brauchen Zeit bei niedriger Hitze, um Süße zu entwickeln, bevor überhaupt Tomaten dazukommen. Wird zu heiß angebraten, verbrennt der Zucker in den Zwiebeln, und der ganze Sugo bekommt eine bittere Note, die sich später nicht mehr herausschmecken lässt.

Sobald die Tomaten im Topf sind, sinkt die Hitze weiter — der Sugo soll leise köcheln, nicht kochen. Über die Stunden, die er Zeit bekommt, reduziert sich die Flüssigkeit, die Aromen konzentrieren sich, und die Säure der Tomaten rundet sich ab. Ein Löffel Nudelwasser am Ende, wenn Pasta und Sugo zusammenkommen, bindet alles über die Stärke, die beim Kochen der Pasta ins Wasser übergegangen ist.

Salz, Säure, Fett: die drei Regler

Fast jedes italienische Gericht lässt sich über drei Regler nachjustieren, statt über ein Dutzend Gewürze. Salz macht Geschmack hörbar, zu wenig davon, und selbst der beste Sugo schmeckt flach. Säure — meist über die Tomaten selbst oder einen Spritzer Essig — hält ein Gericht wach und verhindert, dass es schwer wirkt. Fett, meistens Olivenöl, trägt Aroma und rundet die Schärfe der Säure ab. Wer diese drei im Kopf behält, kann fast jedes Gericht am Ende noch retten, ohne ein neues Rezept zu suchen.

Antipasti, die man vorbereiten kann

Nicht jedes Antipasto verträgt es, lange zu stehen. Gegrilltes Gemüse in Olivenöl, eingelegte Auberginen oder eine einfache Bruschetta mit Tomaten und Basilikum halten sich gut und werden sogar besser, wenn sie ein, zwei Stunden ziehen. Frische Burrata oder rohe Salate dagegen gehören erst kurz vor dem Essen auf den Tisch. Im Kurs zeigen wir, welche Antipasti sich in den Ablauf einbauen lassen, ohne dass am Ende alles gleichzeitig fertig werden muss.

Warum italienische Rezepte so kurz sind

Wer ein italienisches Kochbuch aufschlägt, wundert sich oft über die kurzen Rezepte — vier Zutaten, drei Sätze. Das liegt nicht an mangelnder Sorgfalt, sondern daran, dass die Technik über die Menge an Anweisungen entscheidet, nicht die Zutatenliste. Ein Sugo aus vier Zutaten kann besser sein als einer mit fünfzehn, wenn Hitze und Zeit stimmen. Genau diese Verschiebung — weg vom Rezept, hin zur Technik — ist der eigentliche Lerninhalt des Nachmittags.

Anfrage

Der Kurs findet in der Restaurantküche auf dem Landgut Maisto statt, Am Dorfanger 6 in Oranienburg-Schmachtenhagen — nicht in der Werkstatt nebenan, die aber, genau wie Rösterei und das Radice Atelier, auf demselben Hof liegt. Mit der S1 bis zur Endstation, aus Berlin-Mitte etwa 45 Minuten. Grundpreis 500 € plus 99 € pro Person inklusive Essen und Wein, vier Stunden, maximal zehn Teilnehmer — bei voller Gruppe macht das 1.490 € insgesamt, rund 149 € pro Kopf. Anfragen über werkstatt@9bar-studio.de oder telefonisch unter 030 75437344 — wir melden uns mit freien Terminen zurück.

Der Ablauf

ZeitBlockInhalt
0:00–0:30Ankommen, Teig ansetzenKurze Einführung, dann sofort an den Tisch: Mehl, Ei, Salz — der Pastateig braucht als Erstes Ruhe, deshalb setzen wir ihn gleich an und lassen ihn während der nächsten Schritte liegen.
0:30–1:30Sugo ansetzen, Antipasti vorbereitenDer Sugo kommt früh auf den Herd, weil er Zeit braucht, um einzukochen. Parallel bereiten wir Antipasti vor — die Teile, die man tatsächlich vorbereiten kann, ohne dass sie welk werden.
1:30–3:00Formen: Tagliatelle, Orecchiette, RavioliDer Teig ist ausgeruht, jetzt wird er ausgerollt und von Hand geformt. Drei Formen, drei Handgriffe — und der Unterschied zwischen Maschinenpasta und dem, was auf dem Teller wirklich hält.
3:00–4:00Fertigstellen, gemeinsam essenPasta kochen, mit dem Sugo binden, anrichten — und dann sitzt die Gruppe zusammen und isst, was sie gemacht hat. Mit Wein, ohne Eile.

Für wen ist das?

Für alle, die italienisch kochen wollen, wie es tatsächlich funktioniert, nicht wie es im Rezeptheft aussieht. Vorkenntnisse braucht es keine — wer schon mal einen Topf Wasser aufgesetzt hat, kommt mit. Der Kurs eignet sich für Einzelpersonen, Paare und kleine Gruppen bis zehn, auch als Geschenk oder Teamausflug.

Was gestellt wird

  • Alle Zutaten: Mehl, Eier, Gemüse, Fleisch für den Sugo
  • Werkzeug: Nudelholz, Arbeitsflächen, Formen für Orecchiette und Ravioli
  • Schürzen, damit die eigene Kleidung sauber bleibt
  • Wein zum gemeinsamen Essen am Ende
  • Kaffee aus der eigenen Rösterei zum Abschluss

Preis und Anmeldung

500 € Grundpreis + 99 € pro Person · 4 Stunden · max 10 Personen · Restaurant, Schmachtenhagen.

Zwei Beispiele: Zu 4 zahlt ihr 896 €, zu 10 1.490 € — pro Kopf wird es also günstiger, je mehr ihr seid. Der Grundpreis bezahlt den Koch und die Küchenzeit, die Kopfpauschale das Essen.

Italienisch kochen anfragen →

FAQ

Häufige Fragen.
Ehrliche Antworten.

Frage nicht dabei? Ruf an: 030 75 43 73 44

Muss ich schon kochen können?
Nein. Der Kurs ist als Basiskurs angelegt und beginnt bei null — wir erklären jeden Handgriff, vom Kneten bis zum Formen. Wichtiger als Vorwissen ist Lust, mit den Händen zu arbeiten, denn der Teig wird nicht mit der Maschine gemacht, sondern von Hand geknetet, ausgerollt und geformt. Wer schon mal Pasta gekocht hat, bringt vor allem ein Gefühl für Konsistenz mit, das hilft, aber nicht Voraussetzung ist.
Was, wenn ich Vegetarier bin oder eine Unverträglichkeit habe?
Sag es uns bei der Anfrage, dann passen wir den Sugo und die Antipasti an. Der Pastateig selbst enthält Ei und Weizenmehl, glutenfreie Varianten sind mit Vorlauf möglich, aber nicht Teil des Standardablaufs. Am einfachsten ist eine kurze Nachricht an werkstatt@9bar-studio.de vor dem Termin, damit die Zutaten passend eingekauft werden können.
Wie komme ich zum Landgut Maisto?
Mit der S1 bis zur Endstation Oranienburg, von dort sind es wenige Minuten zu Am Dorfanger 6. Aus Berlin-Mitte dauert die Fahrt insgesamt etwa 45 Minuten. Parkplätze sind vor Ort vorhanden, falls du mit dem Auto kommst. Die genaue Wegbeschreibung schicken wir mit der Bestätigung.
Kann ich den Kurs verschenken?
Ja, das ist einer der häufigsten Anlässe. Schreib uns, für wen und zu welchem Termin der Kurs gedacht ist, wir stellen einen Gutschein mit Datum oder als offenen Termin aus. Bei offenem Termin vereinbart die beschenkte Person die genaue Zeit direkt mit uns, sobald sie möchte.
Was passiert mit der übrigen Pasta, wenn wir zu viel formen?
Nichts geht verloren — was am Ende nicht gegessen wird, darf mitgenommen werden, roh oder bereits gekocht mit Sugo. Die Ravioli und Orecchiette lassen sich problemlos einfrieren, wenn sie vorher nicht zu feucht gelagert werden. Wir geben dir kurz mit, worauf beim Einfrieren zu achten ist.
Warum Grundpreis plus Kopfpauschale und nicht ein Preis pro Person?
Weil der Kurs ein Gruppenprodukt ist: ihr habt für die vier Stunden die Küche für euch, egal ob zu zweit oder zu zehnt. Der Grundpreis bezahlt Koch und Küchenzeit, die Kopfpauschale das Essen — und das skaliert nun mal mit der Personenzahl. Je größer die Gruppe, desto günstiger wird es pro Kopf.
9bar Akademie

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In zwei Minuten erledigt.

Kurs wählen, Personenzahl und Wunschtermin angeben, absenden. Unverbindlich — wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen mit konkreten Terminen zurück.

Kurs konfigurieren ↗ 030 75 43 73 44
Telefon030 75 43 73 44
Mo–Fr 8–16 Uhr
WoAm Dorfanger 6
16515 Oranienburg
S1 bis Endstation · Kurse nach Absprache
Oder bei dirHeim-Barista-Kurs, Home Session und Team-Trainings kommen zu dir
zzgl. Anfahrtspauschale ab 50 €