Anlass · Teambuilding

Teambuilding mit Barista-Workshop statt Vertrauensfall

Teambuilding funktioniert, wenn alle etwas können müssen, das niemand vorher konnte. Eine Maschine ist dafür besser als ein Seil.

Warum die üblichen Teambuilding-Formate oft nicht wirken

Vertrauensfall, Escape Room, Kochkurs, Bogenschießen — die Liste klassischer Teambuilding-Aktivitäten ist lang, und die meisten haben ein gemeinsames Problem: Sie wiederholen bestehende Rollen. Wer im Job führt, führt auch beim Turmbau aus Spaghetti. Wer sich sonst zurückhält, hält sich auch beim Bogenschießen zurück. Nach ein paar Stunden hat sich niemand wirklich anders erlebt als vorher — nur der Ort war anders.

Was an einer Maschine anders läuft

Eine Siebträgermaschine ist ein Gleichmacher, weil praktisch niemand im Team sie vorher bedient hat. Der Milchschaum läuft beim Geschäftsführer genauso oft über wie bei der neuen Werkstudentin. Wer sonst leise ist, kriegt beim dritten Versuch plötzlich eine Rosetta hin und wird kurz zur Autorität am Tisch. Das ist kein pädagogisches Konstrukt, sondern passiert einfach, weil die Aufgabe neu ist für alle gleichzeitig.

Drei Formate für unterschiedliche Teamdynamiken

Der Barista-Workshop (ab 690 € zzgl. MwSt., 3 Stunden, bis 8 Personen, jede weitere Person 69 €) ist die breiteste Wahl — alle stehen reihum an der Maschine, lernen Espresso ziehen, Milch schäumen, erste Latte Art. Kein Gegeneinander, nur gemeinsames Ausprobieren.

Die Latte-Art-Battle (ab 790 € zzgl. MwSt., gleicher Rahmen) baut das zum Wettbewerb aus, mit Teams, Jury und Siegerehrung. Für Gruppen, bei denen ein bisschen Konkurrenz die Stimmung eher hebt als drückt — Vertrieb gegen Marketing, Abteilung gegen Abteilung —, ist das oft die belebtere Variante.

Wer es ruhiger möchte oder nach einem anstrengenden Workshop-Tag eher sitzen will, ist beim Kaffee-Tasting (ab 590 € zzgl. MwSt., 2 Stunden, bis 12 Personen) besser aufgehoben — Cupping nach Protokoll, drei Herkünfte blind verkostet, am Ende weiß jeder, was er da eigentlich trinkt.

Ablauf und was das Team konkret macht

Nach kurzer Einführung in Technik und Grundlagen steht jeder selbst an der Maschine oder am Verkostungstisch, mit direkter Betreuung durch unseren Barista. Bei Workshop und Battle gibt es Wechsel, damit niemand zu lange wartet — bei größeren Gruppen laufen deshalb parallele Stationen. Am Ende bleibt fast immer Zeit für eine freie Runde, in der Leute weiter üben, statt dass der Termin abrupt endet.

Gruppengröße und was eng wird

Bis 8 Personen ist der Grundpreis bei Workshop und Battle, jede weitere Person kostet 69 Euro dazu — bis 20 Personen ist das gut planbar, darüber wird eine Maschine zum Flaschenhals und wir empfehlen, den Termin in zwei Durchgänge zu splitten oder mit einer zweiten Station zu arbeiten. Das Tasting ist auf bis zu 12 Personen ausgelegt, weil beim Cupping alle gleichzeitig an einem Tisch sitzen und mitverkosten sollen.

Budget-Einordnung

Der Barista-Workshop startet bei 690 Euro zzgl. MwSt. für bis zu 8 Personen, die Latte-Art-Battle bei 790 Euro zzgl. MwSt. im selben Rahmen, das Kaffee-Tasting bei 590 Euro zzgl. MwSt. für bis zu 12 Personen — jede weitere Person kostet bei Workshop und Battle 69 Euro dazu. Für ein Team von 12 Personen liegt der Workshop damit bei rund 970 Euro zzgl. MwSt. Wer mehrere Formate über das Jahr verteilt einsetzen will — etwa Tasting im Frühjahr, Battle im Herbst —, kann das getrennt anfragen, ein festes Jahrespaket gibt es aktuell nicht.

Raum, Technik und Vorlauf

Bei euch im Büro braucht es einen stabilen Tisch, Stromanschluss und im Idealfall Wasser in der Nähe. Wer nach Oranienburg zur Werkstatt kommt, muss nichts vorbereiten. Da Teambuilding ganzjährig funktioniert und keine Saison-Spitze hat, reicht in der Regel ein Vorlauf von zwei bis drei Wochen — eng wird es nur, wenn ein Termin kurzfristig in den Dezember fällt, wo die Kapazität wegen Weihnachtsfeiern knapper ist.

Ein Teambuilding-Detail, das bei anderen Anlässen keine Rolle spielt

Anders als bei einer Weihnachtsfeier oder einem Sommerfest ist beim Teambuilding oft explizit gewünscht, dass sich bestehende Grüppchen im Team auflösen — wer sonst nebeneinander sitzt, soll nicht automatisch wieder nebeneinander an der Maschine stehen. Das lässt sich einfach steuern: wir teilen Gruppen bewusst neu ein, statt sie selbst wählen zu lassen. Klingt nach Kleinigkeit, macht aber oft den Unterschied, ob am Ende neue Gespräche entstehen oder nur die alten Grüppchen ihre Latte Art vergleichen.

Was es nicht ersetzt

Kein Format für tiefe Konfliktbearbeitung im Team — dafür braucht es Moderation, nicht Milchschaum. Kein Ersatz für Strategie-Workshops oder Zielklärung. Und kein Anlass, der von selbst löst, was im Arbeitsalltag nicht funktioniert — es schafft einen gemeinsamen Moment, mehr nicht, aber dieser Moment bleibt meistens länger im Gedächtnis als die meisten Flipchart-Übungen.

Anfrage

Teamgröße, gewünschtes Format und ob wir zu euch kommen oder ihr zu uns — Anfrage an werkstatt@9bar-studio.de oder telefonisch unter 030 75437344, Montag bis Freitag 8 bis 16 Uhr. Wir melden uns mit Terminvorschlag und Preis.

FAQ

Häufige Fragen.
Ehrliche Antworten.

Frage nicht dabei? Ruf an: 030 75 43 73 44

Warum soll Kaffee besser für Teambuilding funktionieren als klassische Übungen?
Weil bei klassischen Übungen wie Vertrauensfall oder Turmbau die einen sofort führen und die anderen zuschauen — bekannte Rollen wiederholen sich. An der Espressomaschine kann das niemand vorher, egal wie lange jemand schon dabei ist. Die Führungskraft steht genauso ratlos vor dem Milchkännchen wie die Praktikantin. Das verschiebt kurzzeitig, wer im Raum etwas kann, und genau das bringt Gespräche, die sonst nicht entstehen.
Welches Format passt zu welcher Teamgröße und welchem Ziel?
Für kleine bis mittlere Teams, die gemeinsam etwas lernen sollen, ist der Barista-Workshop (bis 8 Personen, jede weitere 69 €) der Standardweg. Wenn Wettbewerb die Gruppe eher zusammenschweißt als spaltet — bei Vertriebsteams oft der Fall —, ist die Latte-Art-Battle die aktivere Variante mit Jury und Siegerehrung. Für ruhigere Teams oder wenn nach einem anstrengenden Tag eher Sitzen als Stehen gefragt ist, passt das Kaffee-Tasting besser.
Muss vorher jemand Kaffee-Erfahrung haben?
Nein, im Gegenteil — das Format ist genau darauf ausgelegt, dass niemand Vorwissen hat. Wir erklären von Null: wie die Maschine funktioniert, was beim Milchschäumen passiert, wie ein Espresso überhaupt entsteht. Erfahrene Hobby-Baristas im Team fallen selten störend auf, weil trotzdem jeder an derselben Maschine steht und dieselbe Zeit bekommt. Es geht nicht ums Gewinnen, sondern ums gemeinsame Ausprobieren.
Wie lange dauert ein Teambuilding-Termin und wann im Jahr geht das?
Barista-Workshop und Latte-Art-Battle laufen 3 Stunden, das Kaffee-Tasting 2 Stunden. Alle drei Formate funktionieren ganzjährig — anders als bei der Weihnachtsfeier gibt es keine Saison-Spitze, an der plötzlich alles ausgebucht ist. Das macht Terminfindung leichter, gerade wenn Teambuilding kurzfristig als Reaktion auf eine schwierige Phase im Team angesetzt wird.
Können wir das mit einem anderen Programmpunkt kombinieren?
Ja, das ist ein häufiges Muster — Kaffee-Workshop als aktiver Teil eines längeren Team-Tages, vor oder nach einer Strategie-Session, einem gemeinsamen Essen oder einer anderen Aktivität. Wir planen den Termin so, dass er sich gut einfügt, meist als Nachmittagsblock. Bei uns in der Werkstatt lässt sich das auch mit einem kurzen Rundgang durch die Siebträger-Werkstatt verbinden, wenn technisches Interesse im Team vorhanden ist.
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